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Das Jahresprogramm des Allgemeinen Konsumvereins für das Jahr 2017 kreist um Fragen des verlorenen, vergangenen Raums, um das Erinnern und Wiederentdecken dieses Raums, um die entstehenden Zwischenräume – es sind Fragen der Verortung des Selbst in neuen Gegebenheiten oder alten Vergangenheiten. Diesen Fragen nähern wir uns mit den Künstlern und Künstlerinnen auf unterschiedliche Weise, reisend, recherchierend, erinnernd. Sie sind virulent in den Kooperationsveranstaltungen ebenso wie in unseren neuen Vermittlungsreihen und insbesondere bei unserem großen Projekt klangstaetten | stadtklaenge.

Auch ganz praktisch entdecken Sie mit uns einen neuen Raum – wir erweitern uns um einen Projektraum im Parterre des Braunschweiger Künstlerhauses. Hier wird es kurze, flüchtige, spontane, ernste und unernste Veranstaltungen geben, Reihen können sich entwickeln, Vorträge gehört werden – Projektraum eben.

Verlorene und wiederentdeckte Räume, Zwischenräume und neu behauptete Räume werden Thema in der Kunst sein. Sie sind darüber hinaus auch Thema unserer unmittelbaren persönlichen und gesellschaftlichen Gegenwart – rückwärtsgewandte Raumbehauptungen suggerieren Sicherheit und stehen einem lebendigen, erstrittenen und streitbaren, einem offenen Gemeinwesen entgegen. Dem Mehltau der einfachen Lösungen, dem Gift der hassenden Unzufriedenheit begegnen wir mit Kunst, die Gedankenräume und Zwischenräume schafft, die innere und äußere Räume öffnet.