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Der Allgemeine Konsumverein kann im Oktober 2019 seinen 20. Geburtstag feiern – es wird ein Fest und danach ein Jubeljahr geben. Aus diesem Grund ist das Programm bis dahin nicht wie in den vergangenen Jahren thematisch, sondern auf einen Medienschwerpunkt ausgerichtet: Klanginstallation. Es spiegelt so einen Schwerpunkt der letzten 20 Jahre. Flankiert wird dieser Jahresschwerpunkt durch zwei „Sitesteps“: Eine Ausstellung mit dem niederländischen Aktionskünstler Lukas Julius Keijser und eine Performative Theateraktion des Künstler_innennetzwerkes dyna_mix. Auf diese Weise beschreiben wir die medialen Ränder unserer Ausstellungstätigkeit und erweitern die Art der Kunstrezeption.

Für 2019 haben wir Künstler_innen eingeladen, die unterschiedlichen Generationen und unterschiedlichen Herkünften sowohl künstlerisch als auch kulturell angehören. Die Gemeinsamkeit ist vor Allem eine Interdisziplinarität, eine gewisse analoge Handwerklichkeit und die Sinnlichkeit in Installationen und Klangerzeugung. Der in Paris 1953 geborene, in Rotterdam lebende Pierre Bastien hat wie die 1984 in Bialystok (PL) geborene Martyna Poznańska Literaturwissenschaft studiert. Wie der 1960 in Schlemma geborene und in Leipzig aufgewachsene Erwin Stache, der Physik und Mathematik studierte, entwickelte Pierre Bastien schon früh selbst gebaute Instrumente und Klangmaschinen. Er spielte wie Stache in unterschiedlichen Formationen. Bastien entwickelte ein mechanisches Orchester und knüpfte so an konzertante frühe, zeitgenössische Musik an, sprengte sie zugleich durch den skulpturalen Installationscharakter. Stache baute seine Klangmaschine eher zu interaktiven Skulpturen aus und setzte Schwerpunkte in Liveperformaces und Vermittlung. Ganz analoge, bizarre und einem Perpetuum Mobile ähnelnde Skulpturen bauen Tamaki Watanabe, die 1974 in Kobe (Japan) geboren wurde, dort Malerei und in Deutschland Skulptur studierte, und der 1980 in Ostfriesland geborene Walter Zurborg. Die Arbeiten dieses Künstlerpaars lassen Klang und Skulptur als dadaistischen Akt in Schwitterscher Tradition begreifen. Sehr multimedial agiert Martyna Poznańska, die an der UdK Berlin neu studierte. Ihre Arbeiten suchen eine Durchdringung von Festem und Flüchtigem, eine immersive Erfahrung mit der Umgebung.

Es werden skulpturale, räumliche und klangliche Ausstellungen sein, die die Vielschichtigkeit dieser Kunst, die Sinnlichkeit ihrer Perzeption neu erfahren lassen und, wie wir hoffen, den Umgang mit Umgebung verändern.


Ausstellung

Donnerstag,

28. Februar

20:00 Uhr

Pierre Bastien

PAPER ORCHESTRA

Ausstellungsdauer: 2. März bis 4. April

Öffnungszeiten: donnerstags von 18.00 bis 22.00 Uhr, Samstag und Sonntag von 14.00 bis 18.00 Uhr

Eröffnung ist am Donnerstag, 28. Februar um 20.00 Uhr

Der Komponist und Multi-Instrumentalist Pierre Bastien kommt in unseren Ausstellungsraum mit seinem...

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