Premiere:
Donnerstag, 04. Juni um 21.00 Uhr
Termine:
05. + 06. Juni | 18. + 19. + 20. Juni | 25. + 26. + 27. Juni
jeweils zu Sonnenuntergang (22.00 Uhr)
Da die Stärke der teilnehmenden Gruppe beschränkt ist, ist eine
verbindliche Anmeldung erforderlich: buero (at) konsumverein.de
Der Schweizer Spurensucher und Echosammler Hans Peter Litscher beleuchtet seit langem auf unorthodoxe Weise kulturgeschichtliche Zusammenhänge - in Braunschweig und Weimar erinnern wir uns zum Beispiel an „Goethes Zebra“. Bisher übersehene oder wenig beachtete Randfiguren der Gesellschaft werden Protagonist:innen vielschichtiger Erzählungen. Form finden und rezipierbar werden diese manchmal in Filmen, Theaterstücken und häufig in Bild-Klang- und Sprachinstallationen.
Der international tätige Künstler hat in den Räumen des Konsumvereins eine geheimnisvolle Installation entwickelt. Protagonistin ist Hiltrud R. (Rusche). Schon vor Jahren spürte Hans
Peter Litscher das Echo dieser Frau. Die aktuellen Diskussionen um das Gebiet am Rennelberg (ehemalige JVA in Braunschweig) sowie die Erinnerung an die Klangstätten (Allgemeiner Konsumverein) auf dem Friedhof des ehemaligen Kreuzklosters ließen den Künstler diese Spur aufnehmen.
Foto: Hans-Peter Litscher
Intensive Recherchen erbrachten erstaunliche Konkretionen zum Leben und Wirken von Hiltrud R.
Zu Tage kamen ihr im Verborgenen entstandenes bildnerisches Schaffen und ihre klangkünstlerischen Experimente. Hier erst fand sie Hoffnung / Rettung gar.
Neun Dunkelkammerspiele werden die verstörende Nachtsicht-Visionen, in ihrer ganzen Unheimlichkeit für wenige Augenblicke sinnlich erfahrbar machen.
Der Ariadnefaden aus ihrem Labyrinth ist zu ahnen angesichts
ihres im Verborgenen entstandenen bildnerischen Schaffens und klangkünstlerischen Experimente.
Eröffnung:
Donnerstag, 14. Mai '26 um 18.00 Uhr
bis 17. Mai '26
geöffnet:
Freitag von 16.00 – 20.00 Uhr
Samstag und Sonntag von 14.00 – 18.00 Uhr
Vor etwas mehr als einem Jahr starb sehr überaschend unser Freund, Kollege und Gründungsmitglied Hans Wesker.
Jetzt richtet seine Familie eine kleine retrospektive Ausstel-
lung im Konsumverein ein.
Wir erinnern uns an den Maler, Klangkünstler, Wegbegleiter zum Beispiel mit Kleine Briefe, die kontinuierlich als „Fingerübungen“ entstanden. Diese materialhaften Papierarbeiten zeichnen sich durch malerische Vielschichtigkeit und eine witzige Hintergründigkeit aus – heute vielleicht sogar noch stärker als zu Lebzeiten des Farb- und Klangräume Suchenden.
Wir wollen auch erinnern an die Anfänge, an die Schritte zur
Malerei der Farbtöne und haptischer Materialitäten und zu den
Tönen selbst. Von den Klangarbeiten, denen die Arbeit mehr und
mehr galt, bleiben Spuren und Erinnerungen; sie selbst ohne Hans
Wesker allerdings stumm.
18. Apr '26 – 10. Mai '26
Drei Wochenenden -
18. und 19. Apr, 25. und 26. Apr, sowie 09. und 10. Mai
samstags jeweils von 11.00 Uhr bis circa 16.00 Uhr
sonntags jeweils von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr
Veranstaltungsort:
Allgemeiner Konsumverein – Projektraum K2
Gruppenstärke: 10 Personen
Da war doch was!
Wie verdichtet sich die Recherche zu einem bestimmten Thema, zu einem Ort oder einer Gegebenheit? Wie wird daraus eine Aus- stellung?
Wie nehmen wir Metapher oder Allegorie wahr? Wie wird aus Geschichten eine Geschichte?
An drei Wochenende soll diesen Fragen im Kontext von Litschers nächster Arbeit Lebenslang im Limbo (ab 4. Juni im Konsumverein).
Die zwischen den Workshop-Tagen liegende Zeit nutzen die Teilnehmenden für die Realisierung der eigenen Recherche.
Litscher ist Theatermensch, Filmemacher Performer, Erzähler, Echosammler und Erfinder der Litscheriade. Seine spartenüber- greifenden Arbeiten, die in unserem Zusammenhang besonders interessieren, sind ortsbezogene theatra memoriae, labyrinthische Erinnerungs-, Gedächtnis-Fugen, die seit Jahren in unterschied- lichen Kontexten Neuland erschliessen.
Hier seien aus der Fülle genannt: Tausend Tode der Maria Magda- lena Brettschneider im Deutschen Schauspielhaus Hamburg oder Waiting for the Laughing Cow beim Festival Bo:m in Seoul und Ein Käfig ging einen Vogel fangen bei den Berliner Festspielen ...
zuletzt Lisple Himmel der Begeisterung in Theater und Universität Freiburg. Der Konsumverein konnte mit Litscher in Kooperation mit den Theaterformen Hannover Braunschweig und anschließend im Rahmen des Kunstfestes Weimar Goethes Zebra realisieren.
Ermöglicht wird der Workshop durch die Kontinuitätsförderung der Stadt Braunschweig und die Unterstützung der Dr. Kurt und Ruth Gahnz Stiftung.
Eröffnung:
Donnerstag, 12. März '26 um 20.00 Uhr
bis 02. Mai '26
geöffnet:
Donnerstag und Freitag von 16.00 – 20.00 Uhr
Samstag und Sonntag von 14.00 – 18.00 Uhr
Anali Vakili kommt zu einem Gespräch am
Sonntag, 03. Mai '26 um 14.00 Uhr
Anali Vakili wurde 1990 in Teheran geboren, studierte dort von 2008 bis 2014 an der Al-Zahra Universität. 2022 kam sie ge- meinsam mit ihrem Mann nach Berlin. Die Ausstellung ist Teil der Prüfungspräsentation zum Meisterschülerinnenabschluss an der HGB in Leipzig.
Die Arbeiten von Anali Vakili wurzeln in ihrer mit Erzählungen angereicherten iranischen Herkunftsgeschichte. In einem neuen Projekt wird sie sich den Emotionen zuwenden, die durch den Verlust eines geliebten Menschen ausgelöst werden – von Wut, Angst und Dunkelheit hin bis zu Erleichterung, Freude und Freiheit.
Anknüpfend an ihre Black Books wird die junge Teheranerin den Anfang dieses Projekts mit einer „Schwarzen Wand“ im Span- nungsverhältnis zu einem zunächst rätselhaften Klangteppich
realisieren.
Es ist auch der Beginn des Jahresprojekts "Der Amygdala-Komplex".
Fotos: Martin Hoffmann und Allgemeiner Konsumverein
Mittwoch 18. Febr '26 um 20.00 Uhr
Performance, anschließend Kunstgespräch mit Jens Brand,
Professor für Klangkunst an der HBK Braunschweig
ShortCut bis 22. Febr '26
In den Tagen nach der Performance sehen wir die Spuren zusam- men mit Zeichnungen und Traces, Sound und Video Installation: Schlag auf Schlag. Resonanz. Körper, Welt.
Donnerstag und Freitag von 16.00 – 20.00 Uhr
Samstag und Sonntag von 14.00 – 18.00 Uhr
In Kooperation mit der HBK Braunschweig und ermöglicht durch die Kontinuitätsförderung der Stadt Braunschweig sowie das Braunschweig-Project-Programm des Landes Niedersachsen und der HBK Braunschweig.
Stresssituationen wie Zwangs- und Angstzustände führen zu Wiederholungen und intensiven inneren Bewegungen. In der Performance Verbogen, Verborgen werden diese Impulse reflek- tiert und körperlich zugespitzt: Emotionen und Laute entstehen spontan aus dem Handeln selbst – nicht als gespielte Dramaturgie, sondern als unmittelbare Reaktionen des Körpers.
Die Soloperformance besteht aus sieben aufeinanderfolgen- den Aktionen mit alltägliche Handlungen und verschiedenen Objekten. Durch Wiederholung, Mutation und Eskalation von Klängen und Bewegungen entsteht keine lineare Erzählung, viel- mehr ein fragmentares Gefüge aus Eindrücken – ein zeitliches Kontinuum, das von unvorhersehbaren körperlichen Reaktionen durchbrochen wird.
Hyunju Oh [*1988 in Daegu, Südkorea] studierte Malerei, Me- dienkunst und Klangkunst-Komposition. Sie lebt in Deutsch-land und arbeitet in den Bereichen intermediale Installation, Performance, Video, Zeichnung und Fotografie. Zur Zeit ist sie Stipendiatin im BS-Project-Programm der HBK und des Landes Niedersachsen.
